Studien zum Rehabilitations-Outcome


Die Prävalenz von Komplikationen nach Schlaganfall und deren Entwicklung während der neurologischen Rehabilitation der Phase C und D in Beziehung auf die Mobilität, Kognition, und Stimmungslage des Patienten

Caroline Renner, Katrin Zimmer, Robert Schumann, Sophia Hanna, Horst Hummelsheim

 

Schlaganfallpatienten entwickeln aufgrund ihrer sensomotorischen, autonomen, psychischen und kognitiven Störungen und der dadurch bedingten funktionellen Einschränkungen verschiedene Komplikationen. Diese Komplikationen können wiederum zu einer schlechteren Funktionsfähigkeit und im Weiteren zu Beeinträchtigung der Lebensqualität führen. Unklar ist bis jetzt in wie weit die stationäre neurologische Rehabilitation das Auftreten dieser Komplikationen im Verlauf beeinflusst, d. h. kommt es im Verlauf der Rehabilitation überhaupt zu einer Reduktion der Komplikationen und/oder korreliert diese Reduktion mit einer Zunahme der Mobilität, Aufhellung der Stimmung und/oder mit einer Zunahme der kognitiven Leistungen der Patienten während des stationären Aufenthaltes? Das würde bedeuten, dass die stationäre Rehabilitation diese Komplikationen nicht nur direkt, durch die medizinische Versorgung, sondern auch indirekt beeinflussen würde.

 

In dieser Untersuchung soll bei stationären Patienten nach Schlaganfall in den Rehabilitationsphasen C und D die Häufigkeit der folgenden Komplikationen bei Aufnahme und Entlassung erhoben werden: Stürze, Schulterschmerzen mit und ohne Subluxation auf der paretischen Seite, Kontrakturen der paretischen Extremitäten, Inkontinenz und Dekubiti. Des Weiteren soll analysiert werden, ob das Auftreten dieser Komplikationen mit der Mobilität, der Selbstständigkeit im Alltag, dem Auftreten von Depression und/oder Angst oder der kognitiven Fähigkeiten und der neuropsychologischen Orientierung korreliert.

 

Die Hypothese ist, dass mit Zunahme der Mobilität und/oder der Selbstständigkeit im Alltag und/oder Verbesserung bei Depression und Angst eine Abnahme der Schulterschmerzen (mit und ohne Subluxation) auf der paretischen Seite, der Kontrakturen der paretischen Extremitäten, von Inkontinenz und Dekubiti zu verzeichnen ist. Ähnlich wird bei einer Verbesserung der neuropsychologischen Fähigkeiten (Aufmerksamkeit und neuropsychologische Orientierung) eine Abnahme der Stürze und Inkontinenz erwartet.