Forschung


Wissenschaft und Forschung NRZ Leipzig

Die Neurologische Rehabilitation ist ein junges Fachgebiet, das gerade im vergangenen Jahrzehnt rasante Fortschritte gemacht hat. Erkenntnisse über Reorganisation und Funktionserholung ("Plastizität") von Gehirn und Rückenmark bilden die Grundlage moderner Rehabilitationsmedizin und haben die praktische Arbeit in der Rehabilitation von Patienten mit Erkrankungen oder Verletzungen des zentralen und peripheren Nervensystems beeinflusst. 
 
Das Neurologische Rehabilitationszentrum Leipzig ist über einen Kooperationsvertrag mit der Universität Leipzig verbunden. Prof. Dr. med. habil. Horst Hummelsheim, Ärztlicher Direktor des NRZ Leipzig, ist Professor für Neurologische Rehabilitation an der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Die intensive wissenschaftliche Arbeit des NRZ und der Austausch mit deutschen und internationalen rehabilitationswissenschaftlichen Einrichtungen sorgen dafür, dass rehabilitationsneurologische Forschungsergebnisse  kurzfristig für die Patienten des NRZ nutzbringend umgesetzt werden können. 

Der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Arbeit  des NRZ liegt auf dem Gebiet der Rehabilitation von Bewegungsstörungen. Zentrale Lähmungen und Koordinationsstörungen, wie sie u.a. als Folge eines Schlaganfalles, einer Schädel-Hirn-Verletzung oder der Parkinson Krankheit auftreten können, stehen im Mittelpunkt. Ziel ist einerseits, traditionelle physio- und ergotherapeutische Methoden weiterzuentwickeln und zu optimieren. Zum anderen werden auf der Basis unseres Wissens über die Beeinflußbarkeit neuronaler Plastizität eigene therapeutische Strategien erarbeitet. 
 
Die Rehabilitation am NRZ folgt einem ganzheitlichen bio-psycho-sozialen Ansatz, der inzwischen als wissenschaftlich gut begründet angesehen werden kann. Wir wissen heute, daß das Rehabilitationsergebnis der meisten Patienten u.a. durch kognitive, motivationelle und soziale Einflüsse wesentlich mitbestimmt wird. In langfristig angelegten Forschungsprojekten wird die relative Bedeutung der verschiedenen Einflußgrößen differenziert, um sie für den individuellen Rehabilitanden planvoll und gezielt therapeutisch angehen zu können.

 

Forschungsschwerpunkte: 

 

  • Motorische Störungen nach Schlaganfall und Schädel-Hirn-Trauma.
  • Motorische, kommunikative und kognitive Beeinträchtigungen bei Morbus Parkinson.
  • Beeinflussung neurologisch bedingter Bewusstseinsstörungen im Rahmen der Früh- und Intensivrehabilitation.